Lebensabschnitt uni - was unterscheidet ihn von der schule?

FABIENNE

 

Man hört einiges über das Studium, bevor man tatsächlich damit beginnt. Aussagen wie: "Genieße das Studium, danach beginnt der Ernst des Lebens." oder "Ach, das schafft man ja alles locker. Mach dir da keinen Stress. Als Student hast du so viel Freizeit." gehörten zu den Standardsprüchen, die ich zu hören bekam, wenn ich meine Studiumspläne erwähnte.

Wenn ich eines nach der Schule verlernt habe, ist es das frühe Aufstehen. Um sechs Uhr morgens aufstehen? Nie im Leben! Schon um 23 Uhr ins Bett gehen? Fehlanzeige!

Der Unialltag (abgesehen von den Semesterferien) kann sehr lang sein. Teilweise erstreckte sich mein Tag an der Uni von zehn bis 20 Uhr. Eine Vorlesung jagte die nächste. Meine Konzentration war nach 16 Uhr verschwunden.

Demnach kann man nicht immer davon sprechen, dass ein Unitag angenehm kurz und stressfrei ist.

Angenehm an der Uni ist, dass man sich das meiste individuell einteilen kann. Der Alltag basiert also auf Selbstorganisation. Was man zu Beginn des Semesters nicht schafft, kann man auch noch am Ende erledigen. Allerdings alles bis zu den Semesterferien aufzuschieben, ist natürlich auch nicht empfehlenswert.

 

Für mich kam schon immer in Frage, neben der Uni zu arbeiten. Da man jedoch immer nur für einen kurzen Zeitraum denselben Tagesablauf hat, ist es schwierig, einen Job zu finden, der es erlaubt, seinen Dienstplan ständig zu ändern.

Hobbys geht es da ähnlich. Gerade Tutorien werden gerne erst kurzfristig angekündigt und in die Abendstunden gelegt. Somit wird es schwierig, Sportkurse zu belegen, die einen festen Termin haben.

 

Nachdem ich zunächst über die Nachteile des Unialltags geschrieben habe, komme ich jetzt zu seinen Vorteilen.

Es ist unglaublich angenehm, hin und wieder auch die Morgenstunden zu hause genießen zu können. Man kann Dinge unternehmen, welche am Nachmittag nicht möglich wären und das Vergnügen vor die Arbeit schieben. ;-)

 

Außerdem hat die ewige Lernerrei für Hassfächer ein Ende. Nicht alle Module in der Uni sind sehr interessant, entsprechen allerdings mehr den eigenen Vorlieben, als sämtliche Schulfächer.

Dadurch, dass in den Seminaren und Vorlesungen keine Anwesenheitspflicht besteht, ist es auch nicht mehr so drastisch, eine Veranstaltung zu verpassen. Hier kann nach eigenem Bedarf und Interesse entschieden werden.

Dies gilt auch für die Klausurenplanung: liegt einem ein Thema noch nicht so gut, kann man sich von der Klausur abmelden und diese einfach beim nächsten Termin schreiben.

 

Es gibt noch zahlreiche Vorteile des Unialltags, doch diese sollte jeder für sich selbst entdecken.

Dass man viel mehr selbst erarbeiten und lernen muss, ist eindeutig. Somit hat die Selbstorganisation und Freiheit im Studium zwei Gesichter.

Wenn ihr selbst noch Punkte wisst, die die Uni von der Schule unterscheidet, schreibt sie gerne in die Kommentare.

 

Eure Fabienne

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Kommentare: 1
  • #1

    Melina H. (Samstag, 25 März 2017 23:39)

    Da hast du Recht! Der Alltag an der Uni unterscheidet sich wirklich sehr von dem Schulalltag! :-) Vor allem die selbstständige Arbeitsweise. Viele Grüße, Melina