Der Balanceakt ziwschen Uni und Freizeit – wie bewältige ich ihn?

FABIENNE

 

Diese Frage stellt sich mir jedes Semester aufs Neue. Man kann sich schon ziemlich daran gewöhnen, den ganzen Tag frei zu haben und zu entspannen. Aufgaben werden in der Reihenfolge erledigt, wie es einem am wünschenswertesten erscheint und es kann einfach mal in den Tag hineingelebt werden. Der schönste Zeitraum nach dem Abitur ist sicherlich jener vor Beginn des Studiums. Und dies lernt man gerade dann zu schätzen, wenn der erste Stundenplan zusammengestellt ist und das Semester so richtig beginnt. 

Von jetzt auf gleich erwarteten mich komplizierte Texte und lange Tage an der Uni. Ich konnte meinen Tag nicht mehr wie gewohnt planen, da ich meist erst am späten Abend wieder zu Hause war und sich Aufgaben, die ich bisher Abends erledigt hatte, an den Morgenden ansammelten.

Auch wenn ich teilweise erst um 12 Uhr in der Uni sein musste, konnte ich nicht bis 10 Uhr im Bett liegen bleiben.

Die Seminarstunden musste ich vor der Uni vorbereiten, andere Termine ebenfalls in die Morgenstunden legen.

Auch meine Hobbys litten unter der Umstellung. Ich schaffte es oft nicht rechtzeitig zu Hause zu sein, sagte meine Hobbys ab und trieb notgedrungen immer weniger Sport.

Leider habe ich das Thema bis heute nicht richtig in den Griff bekommen. Ich versuche mir zwar ein bis zwei Abende der Woche freizuhalten, um meinen Hobbys nachzugehen oder mich mit Freunden zu treffen, allerdings lässt sich dies stundenplanmäßig nicht immer einrichten.

Gerade in der Klausurenphase richtete sich mein Alltag vollständig auf die Uni. Ich träumte von Klausurszenarien und mein Alltag wurde zunehmend von Stress geprägt. Ich fragte mich immer öfter, wie ich wieder eine gesunde Balance zwischen Uni und Freizeit schaffen konnte. Letztendlich kann ich euch folgendes auf den Weg geben:

Wichtig ist, sich einen Tag in der Woche "unifrei" zu halten, um auch mal auf andere Gedanken zu kommen. Mir helfen da Kochabende mit Freunden, ein Nachmittag in einem gemütlichen Cafe mit der besten Freundin oder ein entspannter Tag zu Hause. Man muss zwischendurch auch mal auf die eigenen Bedürfnisse achten. Sich ständig zu überarbeiten führt zu schlechtem Schlaf, Übermüdung und schlechten Leistungen.

Auch sollte man mindestens einmal in der Woche Sport treiben, um sich ausreichend zu bewegen und die versteiften Gelenke und Muskeln zu trainieren. Mir hilft dabei auch, ein Hobby außerhalb der Uni gefunden zu haben. Zwar klingen viele der Uni-Sport-Angebote verlockend, schaffen aber nicht den genügenden Abstand zur Uni, da hier mit Kommilitonen trainiert wird und die Verbindung zu Uni und Stress wieder hergestellt ist.

Freunde außerhalb der Uni sind ebenfalls wichtig. Ich freue mich immer wieder, mich mit Leuten zu unterhalten, die etwas vollkommen anderes machen. Sich einfach mal den Kopf frei reden gelingt mir vor allem dann, wenn es nicht immer um das Studium geht. Doch sitzt man mit der Kommilitonin in einem Café, lenkt sich das Thema wie von selbst ständig auf die Uni.

Ein besonders wichtiger Punkt stellt Urlaub in meiner Freizeit dar. Ich brauche ein paar Wochen im Jahr, an denen ich an fremden Orten bin und mich vollkommen auf andere Dinge konzentrieren kann. Ideal für solche Auszeiten sind natürlich die Pfingstferien, verlängerte Wochenenden und Teile der Semesterferien, die noch in der Nebensaison liegen.

Hierbei ist für mich die Reise ins Ausland ausschlaggebend. Ich liebe es, andere Nationalitäten kennen zu lernen und ihre Sprachen zu hören. So komme ich viel schneller aus dem Uni-Stress heraus.

Mitten im Semester, ist es natürlich schwierig, Urlaub zu machen. Hier ist ratsam, einfach mal das Haus zu verlassen. Kino-Besuche, Party-Nächte oder Filmabende mit den besten Freunden helfen aus dem Uni-Trott zu kommen.

Auch, wenn gerade die Klausurenphase ansteht, kann ein solcher Abend als Belohnung für die harte Arbeit angesehen werden. Plant man Anfang der Woche für das Wochenende einen solchen Abend, gelingt es einem viel leichter zu lernen. Diesen Ansporn gilt es auch für anstehende Urlaube zu bewahren. Schaffe ich es, vor dem Urlaub noch alles fertig zu machen? Bestimmt!

Ihr seht, dass es die kleinen Dinge im Leben sind, die einen entspannen lassen. Sich für seine Arbeit durch Urlaube oder Wochenendpläne zu belohnen, kann ein Ansporn sein, mit dem das Lernen und der stressige Alltag viel besser von der Hand geht.

 

Und auch in sehr kräftezehrenden Zeiten darf man nicht vergessen, dass die Freizeit nie zu kurz kommen darf. Man kann so Übermüdungen leichter aus dem Weg gehen.

 

Eure Fabienne

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