Wenn der stress dem lernen überwiegt - lerntipps für eine entspannte klausurenphase

 FABIENNE

 

Die nächste Klausur ist ja erst in drei Monaten, da brauche ich jetzt ja noch nichts für zu tun! Das erledige ich, wenn es soweit ist.“ - Mit dieser Aussage kommt der Stein ins Rollen und entwickelt sich während des Semesters zu einer immer größer werdenden Steinlawine. Am Ende stehen wir da, umgeben von Stress und Angst. Wie kommen wir aus diesem Teufelskreis?

Am Anfang eines jeden Semesters mag noch niemand an sein Ende denken. Denn dort warten viele Klausuren, Hausarbeitsabgabetermine und jede Menge Stress! Für viele Studenten bedeutet daher der Semesterbeginn zunächst noch einmal tief durchzuatmen und alles ganz entspannt anzugehen. Leider wird hier oftmals vergessen, dass dieser „Anfang“ nicht bis vier Wochen vor den Prüfungsterminen andauert.

 

Schon schwappt die Klausurenwelle über jeden einzelnen. Plötzlich droht man in den Meeren aus Lernzetteln zu ertrinken. Sätze wie „Hätte ich doch eher angefangen zu lernen!“ oder „Wie soll ich mir das JETZT noch alles merken?!“ gehören nun zum Standardvokabular.

Um diesem Prozess aus dem Weg zu gehen, muss man vor allem mit dem Urlaubsgefühl während des Semesters aufhören. Zwar herrscht keine Anwesenheitspflicht mehr in den Vorlesungen und Seminaren, jedoch sollte sich jeder, der andauernd Veranstaltungen schwänzt, mal fragen, weshalb er studiert. Es geht nicht nur darum, die Klausuren zu bestehen, sondern die Inhalte der Veranstaltungen zu verarbeiten und im eigenen Interesse zu reflektieren.

 

Wer feiern kann, kann auch arbeiten.“ – Unter diesem Motto sollte auch nach einem Partywochenende die Uni besucht werden. Wenn der Unialltag zu stark unter den Freizeitaktivitäten leidet, kommt die Balance zwischen Uni und Freizeit immer mehr aus dem Gleichgewicht. Sich dann auf einmal hinzusetzen und Bulimie-artig zu lernen, ist nicht nur ineffektiv für die Klausuren, sondern auch für die Gesundheit.

 

Es hilft euch, schon von Semesterbeginn an alles mitzuschreiben, die Vorlesungen regelmäßig zu besuchen und die Mitschriften anschließend so auszuwerten, dass sie direkt als Lernzettel benutzt werden können.

Fällt euch das Lernen und Nacharbeiten zu Hause schwer, hilft es entweder, die Bibliothek zu besuchen und dort in Ruhe „in der Öffentlichkeit“ zu lernen oder Lerngruppen zu gründen und in Freistunden zwischen den Veranstaltungen gemeinsam zu lernen.

Zu Lernen bedeutet auch nicht zwingend alle Themen auswendig zu können. Zu Beginn reicht es vollkommen aus, sich mit den Themen auseinander zu setzen, aufkommende Fragen rechtzeitig zu klären und alle Texte zu lesen.

 

In einem nächsten Schritt sollte sich Hintergrundwissen angeeignet werden. Dies hilft euch nicht nur bei den Klausuren oder mündlichen Prüfungen, sondern auch beim Textverständnis.

Erst ganz am Ende, also ein paar Wochen vor den Prüfungsterminen, solltet ihr damit anfangen, alles auswendig zu lernen. Da ihr ja schon alle Texte gelesen und dazu passende Lernzettel gestaltet habt, bleibt euch genügend Zeit, euch alles einzuprägen.

Ihr werdet auch merken, dass es nun viel einfacher ist, die Inhalte im Kopf zu behalten. Die Themen sind nun ja nicht mehr fremd für euch.

 

Als Lernmotivation kann euch vielleicht helfen, in Schüben zu lernen. Fangt ihr rechtzeitig an, genügen 30 Minuten am Tag. Ein bis zwei Tage in der Woche solltet ihr euch für eure Arbeit belohnen. Geht mit euren Freunden aus oder plant einen gemütlichen Filmabend zu Hause. Es ist wichtig, auch mal auf andere Gedanken zu kommen.

Um die gelernten Dinge nicht so leicht zu vergessen ist es wichtig, anschließend möglichst nicht mehr Fern zusehen oder viel Zeit am Handy zu verbringen. Schlaf ist die beste Methode, um alles zu verarbeiten. Ruht euch nach dem Lernen einige Zeit aus, bevor ihr etwas anderes macht. Dann hat euer Gehirn genügend Zeit, alles zu behalten.

 

In meinem Artikel „Schluss mit dem ewigen Aufschieben – Der Weg in einen organisierten Alltag“ habe ich bereits geschildert, dass es mich motiviert, mir Listen zu schreiben. Dies hilft auch bei Klausuren. Ihr vergesst so keine Themen und freut euch, gelernte Inhalte abhaken zu können!

 

Ich hoffe ich konnte euch ein paar hilfreiche Tipps zum Lernen geben! Freut euch einfach auf die Zeit nach den Klausuren, plant Urlaube oder andere entspannte Freizeitakivitäten und macht euch nicht zu viel Stress vor den Klausuren!

 

 

Eure Fabienne

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