Das zweite Semester - was ist unterscheidet es vom Ersten?

FABIENNE

 

Ständig drehen sich mir die Gedanken in meinem Kopf, ob meine bisherigen Entscheidungen im Leben richtig waren. Ist der Studiengang der Richtige? Habe ich einen Plan B, wenn meine Zukunftspläne nicht in Erfüllung gehen? Hätte ich besser ein freiwilliges soziales Jahr oder eine Ausbildung vor meinem Studium absolvieren sollen?
Eines wird mir bei diesen Überlegungen immer wieder klar: die Zukunft ist ungewiss. Man weiß nie, ob die Entscheidung die Richtige war oder ob man gewisse Dinge später bereut.

 

Gerade während meines ersten Semesters habe ich gelernt, kritischer mit meinen Lebensplänen umzugehen – im negativen sowie positiven Sinne. Was ich daraus in mein zweites Semester genommen habe und welche Tipps ich euch bezüglich eurer Planung nach dem Abitur geben kann, erfahrt ihr hier! 

Während meiner Schulzeit verfolgte ich nur ein Ziel: ich wollte auf jeden Fall noch im selben Jahr, in dem ich mein Abitur absolvierte, mit meinem Studium beginnen. Dass ich die Fächer Erziehungswissenschaft und Germanistik belegen würde, war mir bereits seit der zehnten Klasse klar. Ich hatte das Gefühl, dass sich mir nichts und niemand in den Weg stellen könnte – hörte nicht auf die kritischen Stimmen um mich herum.

Ich kann euch nur dazu raten, dasselbe zu tun! Besucht Informationsveranstaltungen für die jeweiligen Studiengänge und entscheidet selbst, was für euch richtig ist.

 

Falls man sich doch verschätzt hat und sich der Studiengang während des ersten Semesters als Fehlentscheidung entpuppt, ist auch dies noch kein Grund zur Beunruhigung. Gerade zu Beginn des Studiums entscheiden sich viele Studierende noch einmal um. Solange noch genügend Zeit bleibt, "rechtzeitig" in den Beruf einzusteigen, ist dies doch völlig okay!

Während des ersten Semesters hatte ich keinerlei Zweifel an meiner Wahl. Die Inhalte der Fächer gefielen mir sehr gut und anfallende Arbeiten gingen mir leicht von der Hand. Meine ersten Zensuren bekräftigten mich ebenfalls. Jetzt das Studium wechseln? Niemals!

 

Als ich meinen Stundenplan für das zweite Semester erstellte, bemerkte ich mit Schrecken die zahlreichen Überschneidungen von Veranstaltungen. Nach Interesse und Seminarinhalt konnte ich kaum wählen, da zu viele Veranstaltungen auf dem selben Termin lagen. Hier kam also der erste Minuspunkt. Die angebliche Freiheit im Studium konnte ich – angesichts der Regelstudienzeit und persönlichen Ziele – schon mal nicht genießen. Das erste Semester hatte dahingehend problemlos funktioniert.

Inhaltlich sprechen mich die Seminare größtenteils an. Natürlich ist nicht jedes Thema mein liebstes, dennoch kann ich mich schnell daran gewöhnen, auch für Dinge zu lernen, die mir weniger Spaß bereiten.

Lern-intensiver ist das zweite Semester auf jeden Fall schon jetzt! Während ich es im zweiten Semester etwas ruhiger angehen konnte, stapeln sich zu lesende Texte schon jetzt auf meinem Schreibtisch.

Noch komme ich mit dem Vor- und Nachbereiten der Sitzungen ganz gut zurecht, wenn die Klausurenphase beginnt, könnte sich dies jedoch schlagartig ändern!

 

Die Räumlichkeiten der Uni kenne ich mittlerweile sehr gut, weshalb mir die ewige Sucherei nach dem richtigen Hörsaal erspart geblieben ist.

Auch die Seminarabläufe sind mir bekannt. Ich kann einschätzen, wann es sich lohnt, intensiv mitzuschreiben und nachzubereiten und wann nicht.

Insgesamt fühle ich mich immer "heimischer" auf dem Campus.

Ich bereue nach wie vor nicht, mein Studium direkt nach der Schule begonnen zu haben! Man wächst Woche für Woche mehr ins Unileben hinein und fühlt sich durch gute Leistungen und gleichaltrige Kommilitonen in seinem Handeln bestätigt.

Ich kann nur jeden Tag aufs Neue feststellen, dass es sich lohnt, auf sich selbst zu hören und seine Ziele und Pläne durchzusetzen. Wenn man etwas wirklich machen möchte, ist man auch dazu bereit, mit allen Mitteln für sein Ziel zu kämpfen!

 

Oft hinterfrage ich, ob das, was ich gerade anstrebe, das Richtige für meine Zukunft ist. Und jedes Mal kann ich bestätigen, dass es bisher das Richtige für mich ist. Dies ist auch ein Grund dafür, dass ich früh mein Studium früh begonnen habe: selbst, wenn sich meine Ziele im Laufe der Zeit ändern würden, bliebe mir noch genügend Zeit, meinen Personal Purpose zu finden.

 

Ich kann euch also empfehlen, eure Pläne in die Tat umzusetzen. Es ist schließlich alles besser, als ein Jahr lang nichts zu beginnen und im Alltagstrott zu verharren.

Dass der Leistungsaufwand im zweiten Semester ansteigt, kann ich in meinem Fall nur bestätigen. Hier weckt allerdings der Blick auf die Semesterferien meine Lernmotivation.

 

Oftmals gelangt man nur über Umwege zu seinem Personal Purpose. Es lohnt sich also, Erfahrungen zu sammeln, egal ob positive oder negative. Denn all das macht euch am Ende aus. Und geht ihr einen ganz "geraden" Weg, ist auch dies wunderbar. Schließlich ist jeder Lebenslauf und jede Erfolgsgeschichte individuell.

 

Eure Fabienne

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Janine Smile (Mittwoch, 03 Mai 2017 19:10)

    Wünsche dir viel Erfolg für das neue Semester....