Einen Ausgleich zum Alltag finden - welche Rolle spielen Hobbies?

  LARA & LUKAS

 

Jeder kennt die Situation: Man verbringt den ganzen Tag in der Schule, der Uni oder im Büro und weiß am Ende des Tages gar nicht mehr, wo einem der Kopf steht.Wie findet man einen Ausgleich zum Alltag? Lukas und ich möchten euch heute unsere Hobbies vorstellen, die uns nun schon seit vielen Jahren begleiten und eine Balance zum Alltag darstellen. Lukas spielt begeistert Handball und ist mit seiner Mannschaft auch sehr erfolgreich. Ich tanze seit meiner Kindheit Ballett und ein Leben ohne Tanz....- vollkommen undenkbar für mich!



 

Ich heiße Lukas, bin 17 Jahre alt, spiele „Linksaußen beim BHC“ (Bergischer Handball Club; Bundesliga) und stelle euch nun meine Leidenschaft vor:

 

Was der Handball für eine Rolle in meinem Alltag spielt:

 

Handball spielt eine sehr große Rolle in meinem Alltag, da wir 7-mal in der Woche Training haben. Dabei haben wir 4-mal Training mit Ball und 3-mal Athletik- bzw. Krafttraining. Zweimal wöchentlich haben wir erst Athletiktraining und direkt anschließend normales Training mit Ball, was sehr anstrengend sein kann. Es gibt zudem auch Tage in der Woche an denen ich morgens um 7:15 Uhr aus dem Haus gehe und erst um 8.30 Uhr abends wiederkomme, weil ich lange Schule hab und dann direkt von der Schule zum Training fahre. Das sind die Tage, die schon sehr anstrengend sind, weil dann noch zusätzlich Hausaufgaben und lernen für Klausuren kommt. Da fragt man sich schon manchmal, warum man den ganzen Aufwand betreibt, aber dann erinnert man sich an die schönen Sachen die damit zusammenhängen, wenn man Leistungssport betreibt.

 

 

 

Bisherige Erfolge:

 

Ich bin mit dem Ohiligser TV zweimal Kreismeister in der D- und E-Jugend, sowie einmal Vizeniederrheinmeister in der D-Jugend geworden. Dann bin ich in der C-Jugend zum Bergischen HC gewechselt, dort haben wir im ersten Jahr Verbandsliga gespielt, dass ist die zweithöchste Liga, die man in dem Alter spielen kann. Im nächsten Jahr sind wir 3. In der Oberliga Niederrhein geworden, was die höchste Liga ist, die man in dem Alter spielen kann. Im letzten Jahr hab ich in der Nordrheinliga Niederrhein und Mittelrhein, was die höchste Liga ist, die man in dem Alter spielen kann, und Oberliga gespielt. Dort sind wir 5. in der Nordrheinliga geworden. Und in diesem Jahr haben wir ebenfalls in der Nordrheinliga gespielt und konnten diese sogar gewinnen und uns damit als erste Mannschaft des BHC seit 10 Jahren wieder für die deutschen Meisterschaften qualifizieren. Diese Saison war für mich die beste meiner Karriere, da ich einen großen Anteil an Spielminuten hatte, und die zweit meisten Tore in der Saison aus der Mannschaft geworfen habe. Das entscheidende Spiel um den Sieg in der Nordrheinliga haben wir in der Sporthalle der FALS vor rund 400 Zuschauern gespielt, was ein super Erlebnis war. Die deutsche Meisterschaft setzt sich aus 12 Mannschaften zusammen, die alle ihre Ligen gewonnen haben, oder 2. Geworden sind. Diese 12 Mannschaften sind in 4 3er Gruppen aufgeteilt. Wir sind in eine Gruppe mit der SG Pforzheim/Eutingen und den Füchsen Berlin gekommen. Die SG Pforzheim ist bekannt für seine gute Jugendausbildung und die Füchse Berlin sind amtierender deutscher B-Jugend Meister und das bester Handball Internat in Deutschland. Es ist also eine sehr schwere Gruppe, worauf wir uns aber freuten da wir uns mit den Besten messen konnten. Die Heimspiele in der Klingenhalle fanden am 22. Und 23. April in Solingen statt. Zu den Spielen kamen an beiden Tagen insgesamt gut 1000 Leute, was überragend war, obwohl wir beide Spiele verloren haben. Letztes Wochenende haben wir dann in Pforzheim gespielt und konnten sogar gewinnen. Übernächstes Wochenende spielen wir dann das letzte Spiel unsere Gruppe in Berlin. Bei den Spielen waren sogar die Jugendnationaltrainer was natürlich eine große Ehre für einen ist.

 

Nächstes Jahr kommen wir in die A-Jugend wo es nun auch eine Bundesliga West, Nord, Ost und Süd gibt, durch den Sieg der Nordrheinliga sind wir für die Bundesliga West automatisch qualifiziert und ich habe schon gute Gespräche geführt, wonach ich auch nächstes Jahr als jüngerer Jahrgang in der Mannschaft bin.

 

 

 

Was der Handball für mich bedeutet:

 

Handball bedeutet für mich pure Leidenschaft, Kampf und Wille, ich lebe den Sport, was auch der Grund ist warum ich mich 7-mal die Woche in die Halle schleppe. Zudem ist es für mich auch mal ein gutes Kontrastprogram zum restlichen Alltag, wie Schule oder sonstigen Stress. Beim Handball kann man all seinen Aggressionen auf fairer Weise freien Lauf lassen. Man kann zudem alles vergessen, was einen vielleicht im Moment bedrückt und einfach den Sport genießen. Und da es ein Mannschaftssport ist hat man ja auch Freunde in der Mannschaft die man natürlich auch gerne wiedersieht und einem durch den täglichen Kontakt sehr nahe stehen.

 

Für mich ist Handball auch eine Art Sucht, was ich daran merke das ich den Sport echt vermisse, wenn ich mal 1 Woche kein Training habe. Auch das Gefühl in der Halle zu sein mit 13 anderen Jungs, die auch alles geben, ist schon cool. Für mich hat auch eine Handballhalle ein besonderes Feeling. Wenn ich in eine Halle reinkomme und mir Harz an die Finger schmiere, dann ist das irgendwie ein Gefühl, was immer wieder aufs neue Vorfreude in mir weckt und wo ich weiß, dass es jetzt losgeht.

 

 

 

Und so begann eine Leidenschaft, die bis heute anhält:

 

Die kleine Lara sitzt in ihrem Zimmer und sieht in einem Kinderbuch eine Ballerina. Ein Tütü, ein Paar Spitzenschuhe und ein Dutt – ich war begeistert und ab diesem Moment hatte ich nur noch einen Wunsch: „Ich will Ballerina werden!“ In meiner Familie hat keiner jemals Ballett getanzt und somit wissen wir bis heute nicht, woher oder worin diese Begeisterung für mein Hobby liegt. Das ist jedoch auch völlig irrelevant, denn begonnen mit meiner ersten Probestunde habe ich diesen Sport für mich entdeckt und ich kann mir wirklich nicht vorstellen, jemals damit aufzuhören. Während meiner gesamten Schulzeit, in stressigen Klausurenphasen und auch während der Abizeit – ich verpasse keine Stunde! :-) Es kommt vor, dass ich sehr müde bin, eigentlich kaum noch Motivation habe und zweifle ob ich heute zum Unterricht gehen sollte. Warum? Ganz einfach! Ballett ist wirklich ein anstrengender Sport, der mir so einiges abverlangt. Neben rosa Tüll, ordentlichen Frisuren und schönen Trikots gibt es auch noch eine andere Seite in der Welt des Balletts. Die komplizierten Schrittfolgen und Techniken verlangen hohe Konzentration und es benötigt Disziplin und Ehrgeiz um sich wirklich zu verbessern und um weiter zu kommen. Meine Leidenschaft ist und bleibt mein Motor und Antrieb. Mit ca. 11 Jahren beginnt man mit dem Spitzentanz und diese Stufe zu erreichen, war schon immer mein Traum! Die schönste Momente im Ballett? Die Aufführungen welche wir alle zwei Jahre im Theater haben. Einmal auf der Bühne zu stehen und einem vollem Zuschauerraum zu präsentieren, woran man hart gearbeitet und trainiert hat, ist einfach unbeschreiblich.

 

Viele meiner Freunde fragen mich häufig: „Du hast doch schon genug um die Ohren! Warum gehst du auch noch zum Ballett und trainierst noch so hart.?“ Klar, ich werde niemals eine „Primaballerina“ werden (will es aber heute am Tag auch gar nicht mehr), aber es bietet mir einen fantastischen Ausgleich zu meinem Alltag! Ich kann noch so erschöpft vor meinem Training sein, sobald ich den Raum verlasse fühle ich mich entspannt, ausgeglichen, motiviert und rundum zufrieden. Außerdem hat mir der Sport in vielen Lebenslagen weitergeholfen. Jeder kennt die Probleme und Schwierigkeiten während der Pubertät, der Streit mit Freundinnen oder der Familie und die alltäglichen Herausforderung des Alltags. Ballett hat mir in diesen Situation immer geholfen und mich bestärkt meinen Weg zu gehen! :-)

 

Ich finde es einfach toll ein Hobby gefunden zu haben, welches mich seit so vielen Jahren begeistert und begleitet. Ein Leben ohne Tanz oder Sport ist für mich wirklich unvorstellbar und deshalb möchte ich auch in den nächsten Jahren weiter so tanzbegeistert bleiben!

 

 

 

Welche Hobbies übt ihr in eurer Freizeit aus oder was macht ihr um einen Ausgleich zum Alltag zu finden? Teilt es uns gerne in den Kommentaren mit!

 

 

Wusstest du schon, dass dir dein Hobby auch ermöglichen kann ins Ausland zu gehen? Wenn du mehr darüber erfahren willst, kannst du dich gerne an unseren Kontakt in der Beratung Sonja O'Reilly von #SheDoesFuture wenden, www.she-does.de ! :-)

Sie freut sich auf DICH!

 

Hier gelangt ihr direkt zu dem neuen spannenden Artikel:

http://she-does.de/optionen-fuer-einen-auslandsaufenthalt/

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Kommentare: 1
  • #1

    Marco (Sonntag, 07 Mai 2017 19:23)

    hey Lukas!
    Deine "Handball - Geschichte" ist echt toll! Spiele auch seit vielen Jahren. Würde mir wünschen auch mal so erfolgreich zu sein! Mach weiter so :-)