Mein FSJ im Sportverein

MARIAN

 

Nach meinem bestandenen Abitur hatte ich keine Ahnung, welchen beruflichen Weg ich einschlagen sollte. Ich schwankte zwischen Journalismus und Lehramt und so ziemlich allem dazwischen. Doch die Universitätsbewerbungen mussten schon bald verschickt werden und mir blieb nicht mehr viel Zeit für eine Entscheidung. In dieser Unsicherheit surfte ich im Netz und stieß dabei auf die Seite eines lokalen Sportvereins. Dieser bat unter anderem eine Stelle für ein Freiwilliges Soziales Jahr an. Ich recherchierte ein wenig über den Begriff und als ich darauf stieß, dass man sogar 300 Euro dafür bekommen sollte, war ich sehr positiv gestimmt. Also bewarb ich mich auf die Stelle.

 

Zu meiner Freude wurde ich angenommen und konnte meine Tätigkeit beginnen. Meine Hauptaufgabenbereiche bestanden darin, die Beratung im Fitnessstudio durchzuführen und in Kindergruppen die Betreuung zu übernehmen. Dafür musste ich zusätzlich noch eine Übungsleiterlizenz erwerben. Zwar ging man deswegen auf mehrere Lehrgänge, doch diese waren immer lustig und sehr interessant. Man lernte viele neue Leute kennen und schloss Bekanntschaften. Nicht zuletzt lernte man viel über Sport und Gesundheit.

Ich nutze die zeit im FSJ vor allem, um mir darüber klar zu werden, was ich nun studieren wollte. Ich hatte keinen Druck, immerhin hatte ich ja ein ganzes Jahr Zeit. Jedoch war das FSJ in anderer Hinsicht für mich sehr zukunftsweisend. Ich trat jeden Tag in den Austausch mit fremden Leuten und musste mich um fremde, teils sehr kleine Kinder kümmern. Das prägt!

 

Ich steigerte mein Selbstbewusstsein und wurde in Alltagssituationen lockerer. Gerade wenn man mit Kindern arbeitet merkt man recht schnell, dass schüchternes und genervtes Handeln eher das Gegenteil von dem erzielen, als man eigentlich will. Aber auch im Fitnessstudio lernte ich viele Interessante Menschen kennen. Von jung bis alt war alles bunt durchgemischt und jeder hatte eine spannende Lebensgeschichte zu erzählen. Aber das Wichtigste war, dass man endlich als Erwachsener behandelt wurde und auch so agieren musste. Dies jedoch lässt einen unglaublich reifen.

 

Im Endeffekt war mein FSJ ein reiner Erfolg. Ich ließ für ein Jahr das lästige Lernen hinter mir und erlebte den normalen Arbeitsalltag eines Vollberufstätigen. Man hatte keinen Druck mehr und konnte sich ganz entspannt damit auseinandersetzen, was man nach der Schule machen wollte. Ich lernte eine ganz andere Seite an mir kennen, fernab des ganzen Leistungsdrucks. In einem FSJ bist du vollkommen in der Gegenwart und musst dich situativ immer neu einstellen. Aber wenn man das bewältigt gibt es einem unglaublich viel zurück. Ich muss es wissen, ich arbeite neben meinem Studium immer noch dort. Die Kinder und anderen Menschen sind mir ans Herz gewachsen und ich freue mich jedes Mal, wenn mich diese anlächeln und sich mit mir unterhalten. Zudem kann ich mit meiner Übungsleiterlizenz auch in allen anderen Sportvereinen arbeiten. Und ganz nebenbei, ich habe mich für ein Studium auf Lehramt entschieden.

 

Einen Arbeitsplatz am Schreibtisch kann ich mir jetzt gar nicht mehr vorstellen. Also nutzt diese Gelegenheit um euch und eurem Sparschwein etwas Gutes zu tun. 

 

Euer Marian

 

Wenn euch bei eurer Zukunftsplanung noch die richtige Beratung fehlt, schaut mal bei Sonja O'Reilly von #SheDoesFuture auf www.she-does.de vorbei! Sie hilft euch dabei, euren Weg nach dem Schulabschluss zu finden. Auch bei Planungen für ein FSJ steht sie euch gerne zur Seite. 

 

 

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