Das Semesterende und seine Vorsätze

Die jetzige Vorlesungszeit neigt sich dem Ende und eigentlich stehen neben den letzten Veranstaltungen "nur" noch etliche Hausarbeiten und Klausuren an. Wie in der Schule möchte man auch in der Uni im nächsten Semester alles besser machen. Doch wie viele dieser Vorsätze hält man tatsächlich ein? Und was kann man eigentlich besser machen, wenn man das Gefühl hat, das Beste gegeben zu haben und trotzdem nicht zufrieden stellend war?

Der Stundenplan ist sicher der erste Ansatz einer Veränderung. Natürlich ändert sich dieser so oder so, doch hängen mit dem Erstellen des Plans einige Komplikationen zusammen, die sich auch auf das gesamte Semester erstrecken können.

Die meisten Studierenden trauen sich recht viele Module zu, belegen erst einmal alles und stellen dann mitten im Semester fest, dass ihnen der Lernstress über den Kopf wächst.

Hier also die erste Maßnahme: Nicht zu viel vornehmen! Wer verlangt von euch, dass ihr in der Regelstudienzeit studieren sollt? Ist es nicht viel wichtiger, einen guten Notendurchschnitt zu erzielen? Was bringt es euch, wenn ihr die Prüfungen nur knapp oder gar nicht besteht?

Ein bis zwei Klausuren beziehungsweise Prüfungen pro Fach reichen auf jeden Fall aus!

 

Freistunden sinnvoll zu nutzen, gehört zu einer meiner Stärken. Während sich viele Menschen lieber in der Sonne sonnen oder in der Cafeteria essen, suche ich mir ein ruhiges Plätzchen zum Lernen und Nachbereiten der Inhalte. Lernzettel werden erstellt und erste Unklarheiten festgehalten.

Den Kaffee kann man sich lieber als Belohnung in der nächsten Veranstaltung gönnen!

 

Sicherlich ist es ein Manko, viele Veranstaltungen an den Nachmittagen zu haben. Dies ist leider nicht immer änderbar. Nutzt deshalb die Morgenstunden, um alle Inhalte vor- und nachzubereiten. Mir hilft es auch, an der Hälfte der Wochentage früh aufzustehen und an den anderen auszuschlafen und dafür abends mehr zu tun. Wenn ihr euch euer Lernpensum von Semesterbeginn an gut aufteilt, kommt ihr dann nicht unbedingt in den Lernstress, bis abends am Schreibtisch zu sitzen. Nutzt eure Freizeit daher sinnvoll!

 

Vielleicht hilft es euch auch, während des Semesters aufzuschreiben, was ihr im nächsten Semester verbessern könntet. In den Semesterferien ist es dann an der Zeit, die Liste auszuwerten. Vielleicht wiederholen sich einige Anmerkungen? Dann sind diese sicher besonders markant. Aus euren Fehlern des vorherigen Semesters lernt ihr also zum Beispiel, euch eure Zeit besser einzuteilen.

 

Vielleicht passen einige Module gut zueinander! Beispielsweise, weil die Themen ähnlich sind oder die Prüfungsarten gut kompatibel sind. Eine Hausarbeit könnt ihr in der Regel bis zum Semesterende abgeben, während die Klausuren meist zu Beginn der vorlesungsfreien Zeit sind. So kommt ihr nicht so schnell in die Lage, dass ihr mehrere Klausuren in einer Woche schreibt.

 

Mir helfen die Tipps länger studierender Kommilitonen immer sehr! Während des Studiums lernt man schnell auch Studierende aus höheren Semestern kennen, die, die euch bevorstehenden Module, bereits abgeschlossen haben. Sie können euch verraten, welcher Dozent am "besten" ist, oder welche Reihenfolge der Kurse am sinnvollsten ist.

 

Allgemein solltet ihr nicht enttäuscht sein, wenn nicht alle Vorsätze in Erfüllung gehen. Manchmal schafft man es einfach nicht, seinen Stundenplan ideal zu gestalten oder jeden Tag das gewünschte Lernpensum zu erfüllen.

Wichtig ist hier, nicht aufzugeben und alle durch vergangene Fehler gesammelte Erfahrungen mit ins neue Semester zu nehmen.

Das Beste an der Uni-Zeit ist, dass man sich beliebig oft von Klausuren abmelden kann, Seminare noch einmal belegen kann und keinen allzu großen Zeitdruck im Nacken sitzen hat.

 

Genießt die Zeit und macht das Beste daraus,

 

Eure Fabienne