Semesterferien ideal gestalten

FABIENNE

 

Endlich keine Vorlesungen mehr! Der Beginn der vorlesungsfreien Zeit lässt uns an die Zeit zurück erinnern, in der die Schulferien noch zum Entspannen und Faulenzen bestimmt waren. Diese Auffassung über (Semester-)Ferien begleitet uns vom ersten Tag der lang ersehnten Zeit ohne Vorlesungen an und kann schlimme Folgen für unsere Uni-Leistungen mit sich bringen. 

Wie ihr erst gar nicht in den Ferien-Trott gelangt und neben dem Faulenzen trotzdem noch einen organisierten Alltag habt, erfahrt ihr hier!

Hilfreich ist es in jeder Hinsicht, den eigenen Schweinehund frühzeitig zu besiegen. Natürlich muss man sich jetzt auch mal den ein oder anderen Morgen zum Ausschlafen reservieren. Einfacher, einen organisierten Tag beizubehalten, ist es jedoch, möglichst regelmäßig in den frühen Morgenstunden aufzustehen. 

Damit man dies auch macht, kann es helfen, sich anfallende Termine in die morgendlichen Stunden zu legen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem netten Frühstück mit der besten Freundin in einem gemütlichen Café? 

Möchte man sich in den Semesterferien etwas sportlicher betätigen, wäre eine Jogging-Runde durch den Park oder ein Schwimmbad-Besuch am Morgen zu empfehlen. Was auch immer ihr euch in die morgendlichen Stunden legt, um einen Tag sinnvoll zu nutzen, ist es in jedem Fall ratsam, früh genug mit dem Tagesprogramm zu beginnen. 

 

Es ist keine Seltenheit, dass Hausarbeiten oder Klausuren während der vorlesungsfreien Zeit geschrieben werden. So trifft dies leider auch auf mich zu. Leider fällt es mir oft schwer, derart konzentriert und intensiv zu lernen, wie ich es zwischen den Vorlesungen mache. Andere Verpflichtungen überschneiden sich mit meinen vorgesehenen Lern-Zeiten. Schon fange ich oft erst sehr spät mit dem Lernen an und verbringe teilweise noch lange Nächte an meinem Schreibtisch. 

Ratsam ist es hier, sich an einen halbwegs identischen Tagesablauf zu halten. Ein bis zwei Stunden nach dem ersten Termin am Tag und drei bis vier Stunden über Nachmittag und Abend verteilt sind viel effektiver, als einen gewaltigen "Lernblock" pro Tag. 

 

Lassen die Klausurtermine es zu, hilft auch eine Woche Auszeit zu mehr Motivation und Ansporn. Diese Auszeit bedeutet nicht, lange zu schlafen, spät zu Bett zu gehen und den typischen Ferienmodus einzuschalten. Es heißt einzig und allein, das Lernen für eine Woche weg zu lassen und sich in dieser Zeit auf andere Dinge zu konzentrieren. Diese Distanz lenkt den Blick auf die wirklich markanten und wichtigen Dinge und schafft einen Überblick über das vermeidliche Chaos.

 

Neigen sich die Semesterferien dem Ende zu, sollte alles wichtige Organisatorische was die Uni betrifft, geklärt sein. 

Die Semesterbeiträge sind überwiesen, der Stundenplan ist erstellt, man verfügt über das Wissen, wo man wann in der Uni sein muss, Schreibutensilien für die Vorlesungen sind eingekauft und alle, im Uni-Alltag kaum zu bewältigenden Termine sind abgehakt. 

All dies sollte möglichst eine Woche vor dem Beginn des neuen Semesters erledigt sein, damit man sich in der letzten Ferienwoche noch einmal richtig entspannen kann und anschließend bereit zum Durchstarten ist.

 

Wenn ihr euch in der Zeit ein bisschen Geld dazu verdienen möchtet, solltet ihr darauf achten, einen Job zu wählen, der zu eurem Studienprofil passt. So sammelt ihr erste Praxiserfahrungen. Außerdem macht sich ein solcher Job sicher bestens in eurem Lebenslauf. 

 

Wenn ihr keine Pläne habt, was ihr in euren Semesterferien machen möchtet, macht euch auf jeden Fall eine To-Do-Liste. Ist ein Praktikum zu absolvieren oder könnt ihr euch zumindest einen Praktikumsplatz für die nächsten Ferien sichern? Habt ihr außer-universitäre Dinge zu erledigen? Möchtet ihr eure Sprachkenntnisse einer Fremdsprache mithilfe einer Sprachreise aufbessern? 

Je früher ihr euch an eine solche Liste setzt, desto mehr könnt ihr in den Semesterferien davon verwirklichen. So nutzt ihr eure vorlesungsfreie Zeit effektiv.

 

Das Wichtigste ist, ein gutes Mittelmaß in allem zu finden! So dient die vorlesungsfreie Zeit einserseits nicht zum pausenlosen "Ferien machen", andererseits auch nicht zum bedingungslosen Lernen. 

In jedem Fall ist es mit dem richtigen Tagesablauf möglich, sich überwiegend entspannen zu können. 

 

Hier noch einmal das Wichtigste: 


1. Tagesabläufe gleich gestalten

2. Termine in die Morgenstunden legen, um sich das frühe Aufstehen zu erleichtern

3. Lernzeiten festlegen (verteilte Lernphasen pro Tag)

4. Auszeiten nehmen

5. Nebenjob, welcher zum Studium passt

6. To-Do-Listen erstellen

7. Letzte Woche vor Semesterbeginn entspannen

8. Mit der Zeit ein Mittelmaß in den Tätigkeiten finden

 

Als Letztes bleibt mir noch, euch schöne und erholsame Semesterferien zu wünschen. Genießt die Zeit und macht das beste daraus, 

 

Eure Fabienne