Meine LK-Fahrt nach Rom 2015

FABIENNE

 

Meine LK-Fahrt ist jetzt schon zwei Jahre her. Ich bin damals mit meinem Deutsch-LK nach Rom gereist und verspüre seither den Drang, unbedingt nochmal dorthin zu fahren. Was ich zu den schönsten Plätzen Roms zähle und welche nützlichen Tipps ich euch für eure Reise geben kann, erfahrt ihr hier!

Mit dem ersten Moment, den ich in Rom verbrachte, wusste ich, dass ich noch ein weiteres Mal dorthin reisen musste. Rom verzauberte mich von der ersten Minute an. Die kleinen, geheimnisvollen Gässchen, die vielen Sehenswürdigkeiten, die mich oft zwischen den Häusern überraschten und der italienische Flair nahmen mich vollkommen in ihren Bann.

 

Natürlich ist Rom von den Touristen überlaufen. Lange Schlagen warten vor Museumseingängen oder Sehenswürdigkeiten, Busse sind überfüllt und Plätze so voller Menschen, dass ein schönes Foto kaum möglich ist. Es ist klar, dass man als Rom-Tourist ein typisches Touri-Leben führen und für das Großstadttreiben bereit sein muss.

 

Es ist meiner Meinung nach die Vielseitigkeit der Stadt, die so viele Menschen von ihr überzeugt. Historisch-interessierte Reisende können sich hier genauso wie Architektur-begeisterte Menschen austoben. Auch Geschichts-Muffel werden nach und nach von der so greifbaren Geschichte gepackt.

Den Wiedererkennungswert, den Rom mit den vielen Sehenswürdigkeiten liefert, steckt die Menschen an, durch die Gässchen zu laufen und nach Gebäuden, die sie aus den Medien oder von der Rückseite der italienischen Cent-Stücke kennen, zu suchen.

 

Ich wurde von diesem Wiedererkennungswert ergriffen, als ich das erste Mal vor dem Kolosseum stand. Für mich stellt dieses, neben dem Vatikanstaat, die ergreifenste Sehenswürdigkeit dar. Nach anstrengenden 15 Kilometern Fußmarsch stolperte ich fast zufällig über das gewaltige Bauwerk.

 

Auch der Vatikanstaat ist unbeschreibbar. Man muss wirklich einmal dort gewesen sein, um die Größe und Perfektion des Bauwesens zu erblicken. Die Audienz bei Papst Franziskus war ebenfalls ergreifend. Die Jubelrufe der vielen Gläubigen, die vielen italienischen Gebete und Gesänge erfüllten den gesamten Platz vor dem Petersdom.

 

Meiner Meinung nach benötigt man nur einen guten Stadtplan, gutes Schuhwerk und ein bisschen Proviant, um Rom genießen zu können. Großartige Pläne, was man denn so am Tag anschauen möchte, muss man eigentlich kaum schmieden, da die Sehenswürdigkeiten teilweise sehr nah beieinander liegen und der Großteil dieser gut zu Fuß zu erreichen ist.

 

Der kleine Haken an Rom ist sicher der durch den Tourismus hoch getriebene Verpflegungspreis. Unser Hotel bat immerhin ein kleines Frühstück, das aus einem Croissant, einem Cappuccino und Keksen sowie Jogurt bestand. Viele Hotels bieten ihren Gästen nicht einmal dies an. Somit liegt es in den Händen der Reisenden, sich mit Essen zu versorgen. Hier ist es hilfreich, nicht gleich beim zentralsten Pizza-Stand einzukaufen oder im best-aussehensten Restaurant zu speisen.

Der Blick auf den unteren Rand der Speisekarten, die oftmals vor den Restauranttüren angeschlagen sind, verrät, ob man Copeto, also das Gedeck, bezahlen muss. Diese meist, 2,50€ pro Person, müssen zum Preis der Mahlzeit dazugerechnet werden.

 

Nach und nach entwickelt man ein Gespür dafür, ob das ausgewählte Restaurant oder Café preislich geeignet ist.Tagsüber kann man sich auch gut mit Keksen und Obst aus dem Supermarkt versorgen.

 

In ganz Rom stehen zahlreiche Trinkwasserbrunnen, die kostenlos genutzt werden können, um sich die Hände oder das Gesicht zu waschen, zu trinken oder sich seine Trinkflasche aufzufüllen. Es ist daher ratsam, sich eine PET-Flasche einzupacken.

 

Meine schönsten Plätze am Tage habe ich ja bereits aufgezählt, mein liebster in der Nacht jedoch noch nicht:

Nachts verbrachten wir die meiste Zeit auf den immer noch warmen Stufen der Spanischen Treppe und lauschten den Straßenmusikern, die sich mit ihren schönen, von Gitarren begleiteten Gesängen ihr Geld verdienten. Hier ist es von Stunde zu Stunde nicht mehr so voll wie tagsüber. Außerdem bieten die vielen Treppenstufen zahlreiche Sitzgelegenheiten.

Allgemein kann ich euch nur empfehlen, viele verschiedene Orte und Plätze Roms zu erkunden. Es gibt viele nette Gelegenheiten, sich einen Moment auszuruhen.

 

Ein weiterer, wichtiger Tipp ist es, sich immer Geld für ein kleines Getränk einzupacken. In Rom gibt es kaum öffentliche Toiletten, was bedeutet, dass man auf die Cafés und Restaurants angewiesen ist. Die meisten Inhaber verlangen jedoch, dass ihr etwas bei ihnen kauft, bevor ihr auf die Toilette geht. Ich griff hier meist zu einem Espresso, da dieser den typischen "Hallo-Wach-Kick" enthält und am erschwinglichsten auf der Karte ist.

 

Auch enorm wichtig ist eine Diebstahlsicherung. Ich habe mir damals eine ganz flache Bauchtasche gekauft, die ich unter meinen Klamotten tragen konnte. Es kommt in Rom leider oft vor, dass Taschen von unten aufgeschlitzt oder vom Hals gerissen werden. Die Taschendiebe werden von Jahr zu Jahr kreativer.

 

Ich wollte euch mit diesem kleinen Rom-Einblick zeigen, wie sehenswert und erlebnisreich die Stadt Rom ist. Ich werde noch viele weitere Male nach Rom reisen. Allzu teuer ist eine solche Reise auch nicht. Ich würde euch raten, nicht länger als 4-5 Nächte in Rom zu verbringen. Es gibt hierzu zahlreiche Angebote im Internet, die schon einen Flug beinhalten.

 

Eure Fabienne