Selbstbewusster vortragen - das Referat

FABIENNE

 

Jeder kennt ihn, den Moment, wenn man ganz alleine vor der Klasse oder der Seminargruppe steht und sein Referat vortragen soll. Die verschwitzten und zittrigen Hände können kaum noch die mühsam vorbereiteten Karteikarten festhalten. Die Knie werden weich und drohen einzuknicken. Wir würden am liebsten im Boden versinken, müssen stattdessen aber versuchen, unsere Kommilitonen durch unser qualitativ gehaltvolles Referat zu beeindrucken.

 

Wie werden wir unsere Nervosität los? Was können wir machen, um nicht nur cool zu wirken, sondern auch wirklich cool zu sein?

Haltet ihr ein Referat, seid ihr allein verantwortlich für eure Inhalte. Das mag erst einmal schlimm klingen, ist bei genauerer Betrachtung aber ein Vorteil. Ihr seid der Experte auf eurem Gebiet und könnt bei eurem Vortrag das Unwissen eurer Kommilitonen ausnutzen.

Macht euch dies auch vor eurem Vortrag klar. So tretet ihr selbstbewusst auf.

 

Wahrscheinlich werdet ihr vor eurem Vortrag mit eurem Dozenten über den Inhalt des Referats und eure Vorgehensweise sprechen. Hat euer Dozent keine großen Einwände gegen euer Vorhaben, könnt ihr euch sicher sein, dass euer Referat Erfolg haben wird. Was sollte euch da noch verunsichern?

 

Natürlich spielt der Nervositätsfaktor kurz vor oder während des Vortrags eine große Rolle. Stammelt ihr, schaut fast ununterbrochen auf eure Notizen oder verliert andauernd den Faden, wirkt euer Referat schnell unvorbereitet und lückenhaft.

Um dem vorzubeugen, betretet ihr am besten vor euren Kommilitonen den Seminarraum und bereitet in Ruhe alles vor. Schließt euren Laptop an den Beamer an und geht noch einmal eure Notizen durch. Betrachtet eure Kommilitonen, wenn diese den Raum betreten. Nach und nach nehmt ihr die Atmosphäre des Seminarraums auf und könnt euch besser in eure Situation einfühlen.

 

Stellt in eurem Vortrag gerne ein paar Fragen, die sich direkt an eure Kommilitonen richten. So bezieht ihr diese mit in euer Referat und lasst das Geschehen so lebhafter wirken.

Auch könnt ihr im Anschluss an euren Vortrag eine Diskussionsrunde einleiten. So lenkt ihr die Aufmerksamkeit eures Publikums schneller von euch ab.

Außerdem wirkt eine solche Diskussion sehr professionell, da ihr euch intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt habt und euch so sogar Diskussionsfragen überlegen konntet.

 

Übung macht den Meister! Sicher läuft euer erstes Referat nicht so gut, wie eure nächsten. Mit jedem Vortrag lernt ihr etwas dazu. Ihr werdet selbstsicherer und verhaspelt euch nicht mehr so schnell. Auch lernt ihr, fast ausschließlich ins Publikum zu sprechen und weniger von den Notizen abzulesen.

 

Ein bisschen üben könnt ihr natürlich auch schon vor eurem Referat. Stellt euch zu Hause vor einen Spiegel, tragt euren Vortrag Freunden oder eurer Familie vor oder nehmt euch dabei sogar auf.

 

Achtet dabei auf folgende Aspekte:

1. Langsam und deutlich sprechen

2. Nur Vokabeln nutzen, die ihr selber kennt und erklären könnt

3. Bevor ihr ein neues Thema in eurem Referat beginnt, schließt ihr das vorherige mit einer kleinen Zusammenfassung ab

4. Eure Notizen dürfen nicht euer Gesicht verdecken (am besten eignen sich kleine Karteikarten)

5. Nicht ablesen, sondern frei mit dem Publikum sprechen! (Je sicherer ihr in eurem Vortrag seid, desto mehr könnt ihr die Inhalte frei wiedergeben – kurze Stichpunkte auf euren Karteikarten sollten euch nur einen Leitfaden durch die Präsentation geben)

6. Fummelt euch nicht in euren Haaren oder eurem Gesicht herum, das wirkt unprofessionell!

7. Füllwörter und "Ehms" vermeiden!

8. Immer wieder kleine Pausen machen und vergewissern, dass euch euer Publikum folgen kann

 

Wenn ihr euch an diese kleinen Vortragsregeln haltet und öfters euren Vortrag übt, kann eigentlich nichts mehr schief gehen.

Nervosität kann man sich nicht ausreden. Je routinierter ihr in eurer Sache seid, desto weniger nervös seid ihr.

 

 

Eure Fabienne